Weltjugendtag Panama 2019

MIT DEN BRÜDER SAMARITER FLUHM

Eines der unglaublichsten Beispiele dafür, welche Macht die Vergebung hat, ist die Geschichte von
Alessandro Serenelli.

Niemand ist ein hoffnungsloser Fall.

 

Allesandro Serenelli wird 1880 in eine arme und psychisch instabile Familie geboren – die Mutter versucht, ihn als Kleinkind zu ertränken, und stirbt wenig später im Irrenhaus, der Vater ist schwerer Alkoholiker.


Alessandro ist wegen seiner gewalttätigen Zornanfälle gefürchtet.

Mit 20 versucht er, die im selben Haus lebende 11-jährige Maria Goretti zu vergewaltigen, die sich aber verzweifelt wehrt. Im Zorn sticht er mit einer Ahle 14 Mal zu.


Maria Goretti stirbt wenige Stunden später – aber sie verzeiht ihrem Mörder und bittet, dass er einmal mit ihr im Himmel sein möge.


Alessandro wird zu 30 Jahren Zuchthaus verurteilt und kommt wegen seiner Gewaltausbrüche bald in Einzelhaft. Seine Zukunft scheint vorgezeichnet.

Da erscheint ihm Maria im Traum und überreicht ihm 14 Lilien.

Für ihn ist das die Wende seines Lebens. Er wird ruhig, wird sogar vorzeitig entlassen. Er wird Laienbruder bei den Kapuzinern, bei denen er bis zu seinem Tod 1970 Pförtner, Gärtner und Feldarbeiter ist.

 

Als alter Mann erlebt er die Heiligsprechung Marias. Am Ende seines Lebens schreibt er: „Die kleine Maria war wirklich mein Licht, meine Beschützerin... vom lieben Gott mir in den Weg gestellt, um mich zu retten.“


Wem das Jahr der Barmherzigkeit zu soft daherkommt, der kann sich ja vielleicht mit dieser Geschichte beschäftigen, die von der unglaublichen Macht des Erbarmens erzählt.

 


erstellt von: Der SONNTAG / Michael Prüller